29/06/1474Steiermark, wenn die Politik zögert, setzt der Krieg sein Werk fort
Marburg (AAP) - Es gibt Augenblicke, in denen Friedensbekundungen der Wirklichkeit vorausgehen, die sie zu verkünden beanspruchen. Seit mehreren Tagen kursieren Gerüchte über ein Abkommen zwischen Reich und Aegis. Bis heute wurde jedoch kein Vertrag veröffentlicht. Die Politik scheint eine Tür geöffnet zu haben, welche die Waffen noch nicht zu durchschreiten bereit sind.
Am 27. Juni versenkte das Kriegsschiff Prima Lilia im Hafen von Marburg ein Schiff, das zuvor vom Hafenmeister der Besatzungsbehörden, Lucasofthevale, aus dem Trockendock in den Hafen verlegt worden war. Dieses Gefecht war zwar begrenzten Umfangs, besitzt jedoch eine strategische Bedeutung : Solange die Mittel des Krieges weiterhin eingesetzt werden, um die Ressourcen des Gegners zu vernichten, bleibt der Frieden ein Vorhaben und kein Zustand.
Es war nicht der erste Einsatz dieses Schiffes. Die Prima Lilia wird ebenfalls für die Versenkung eines Handelsschiffes aus Mainz verantwortlich gemacht, dessen Überlebende schwer verletzt wurden und noch immer in der Steiermark versorgt werden. Die Opfer wechseln, die Logik bleibt dieselbe: Der Krieg unterscheidet nicht zwischen dem, was die Armee versorgt, und dem, was die Gesellschaft ernährt. Indem er Verkehrswege und materielle Mittel angreift, verfolgt er sein grundlegendes Ziel, die Widerstandskraft des Gegners zu schwächen.
Während die Waffen weiter sprechen, verlagert sich der Kampf zugleich auf ein anderes Feld, jenes der Legitimität. Am selben Tag wurde ein Rat wiedergewählt, der sich als rechtmäßiger Rat der Steiermark versteht. Dieses Ereignis geht weit über seine institutionelle Bedeutung hinaus. In jedem Krieg beruht Macht nicht allein auf dem Besitz eines Territoriums, sondern auf der Anerkennung der Autorität, die beansprucht, es zu regieren. Eine Verwaltung kann eine Stadt besetzen; sie herrscht jedoch erst dann wirklich, wenn ihre Autorität anerkannt wird.
Die Anhänger dieses Rates vertreten die Auffassung, dass mit seiner Wiederwahl den Vertretern der Besatzungsmacht jede rechtliche Grundlage entzogen sei. Die gegen zahlreiche steirische Bürger eingeleiteten Verfahren seien damit gegenstandslos geworden, während die angekündigten Prozesse und Hinrichtungen ihre politische wie juristische Grundlage verloren hätten.
So entwickeln sich gleichzeitig zwei gegensätzliche Bewegungen. Einerseits lässt die Diplomatie auf eine Unterbrechung der Gewalt hoffen; andererseits zeigen die militärischen Operationen und der Wettbewerb rivalisierender Institutionen, dass sich die politischen Willen noch nicht angenähert haben. Ein Krieg endet nicht, weil die Kämpfenden vom Frieden sprechen, er endet erst dann, wenn beide Seiten erkennen, dass die Fortsetzung der Kämpfe ihre politische Lage nicht mehr verbessern kann.
In der Steiermark scheint dieser Zeitpunkt noch nicht erreicht zu sein. Die Schlachten mögen seltener werden, doch der Kampf der politischen Willen besteht unvermindert fort. Und gerade dieser entscheidet, weit mehr als das Donnern der Kanonen, letztlich über den Ausgang eines Krieges.
28/06/1474Dalla conquista delle città a quella degli uomini
A Straßburgo (AAP) - Per diverse settimane la coalizione AEGIS si è guardata bene dal dichiarare apertamente a quali condizioni avrebbe accettato di porre fine alla guerra. I comunicati ufficiali richiamavano la sicurezza collettiva, la difesa dei popoli aggrediti e la necessità di rispondere alle offensive imperiali. Le operazioni militari sembravano perseguire un obiettivo strategico, senza che la traduzione politica della vittoria fosse realmente esplicitata. Gli ultimi sviluppi sembrano tuttavia sollevare parte del velo.
All'indomani della riconquista di Padova e della distruzione di gran parte delle armate imperiali impegnate in Veneto, il discorso politico all'interno della coalizione appare sensibilmente mutato. Non si parla più soltanto di territori o di fortezze, ma di responsabilità personali. L'attenzione converge ora su alcune figure di primo piano della dirigenza imperiale.
Il nome di Glamoran ricorre con sempre maggiore insistenza. Il suo ruolo nella conduzione delle operazioni militari viene apertamente contestato dagli avversari, che gli attribuiscono tanto le scelte strategiche sfociate nei disastri di giugno quanto l'ostinazione con cui il conflitto è stato prolungato, aggravandone continuamente il costo umano. Ancora più significativo è il caso di Jean de Brabant.
Da mesi diversi esponenti di AEGIS ne chiedono l'ostracismo politico. Una richiesta che, in realtà , non è mai stata pienamente soddisfatta. L'interessato è rimasto dietro il tendaggio del potere imperiale: mai realmente in prima linea, ma nemmeno davvero allontanato dai centri decisionali. Oggi la questione riemerge con rinnovata forza.
I successi militari della coalizione sembrano trasformare quelle che fino a ieri apparivano semplici dichiarazioni politiche in possibili condizioni da porre sul tavolo di un futuro negoziato. La guerra, così, cambia natura.
L'allontanamento di Glamoran sarebbe sufficiente a soddisfare i vincitori ? Il sacrificio politico di Jean de Brabant basterebbe a placare le richieste avanzate da mesi ? Oppure queste due teste rappresenterebbero soltanto il primo tributo preteso dai vincitori, preludio ad ulteriori condizioni ?
27/06/1474Herzogtum Steiermark: DHL vereinigt bei den Ratswahlen die absolute Mehrheit der Sitze auf sich.
AACHEN (AAP) - Die Liste DesHerzogsListe liegt bei der Ratswahl in Herzogtum Steiermark an der Spitze und vereinigt die absoluten Mehrheit der Sitze auf sich. Sie kann daher allein regieren.
Verteilung der abgegebenen Stimmen:
1. "DesHerzogsListe" (DHL) : 100%
Die neue Verteilung der Sitze nach der Verhältniswahl führt zu einer Neuverteilung der Ratsämter:
Die Mitglieder des Rates werden innerhalb von zwei Tagen den neuen Regenten anerkennen. Dieser muss dann dem Kaiser des HRRDN und dem Deutschen König seine Reverenzen erweisen und die wichtigsten Ämter der Provinz besetzen.