20/09/1474Und währenddessen, in den deutschsprachigen Landen des Reiches
Zu Straßburg, an diesem Tage (AAP) - O Leser, leih mir dein Ohr, denn die ganze Welt tobt wie ein aufgewühltes Meer. Die Bretagne wäscht ihre schmutzige Wäsche vor Gericht, Anjou macht aus seinen Turnieren verkappte Kriege, Venedig, jene Kurtisane der Meere, schließt und öffnet seine Tore nach eigenem Belieben, die Provence schwingt die Geschichte wie einen Schild, und die aristotelische Kirche zeugt Würden, wie die Erde ihre Ernten hervorbringt.
Und in den deutschsprachigen Landen des Reiches, was, so frage ich dich, geschieht dort ? Nichts. Oder beinahe nichts. Und doch, seien wir dem Reich nicht ungerecht, denn es hat ein Zeichen von Leben gezeigt. Am ersten Tag des Septembers, im Jahre 1474, hat Kaiser Merkarios Aklvruzar, gleich einem Vater, der seinen allzu freien Kindern die Schlüssel wieder abnimmt, das Ende des freien Übertritts zwischen den kaiserlichen Provinzen verordnet, sowie zwischen diesen, der Provence und Artois. Eine Entscheidung, gereift im Reichstag, die jedem Landesherrn, jedem Präfekten die Hut über seine Schwelle zurückgibt.
So verschließt ein jeder seine Pforte, findet seine Passierscheine wieder, seine Formulare, seine kleinen Torwächter-Gewohnheiten. Und dann, nichts mehr. Kein Blutstreit erschüttert die Höfe. Kein Fürstentum droht, das Reich zu verlassen, nur um dann zu betteln, bleiben zu dürfen. Kein Rat ruft "Verrat!" über den Zaun zu seinem Nachbarn. Keine Flotte versinkt auf dem Grund eines Hafens. Keine Burg wird im Morgengrauen von einem Heer erobert, das am Vortag noch niemand gesehen hatte. Nicht einmal ein Bischof, der überrascht entdeckt, dass sein Nachbar sich in seine Gerichtsbarkeit einmischt.
Ruhe herrscht. Eine Ruhe, die nach Argwohn riecht. Man könnte glauben, die Deutschen hätten, angesichts des großen Schauspiels, das der Rest Europas bietet, es für klüger gehalten, die Fensterläden zu schließen und abzuwarten, bis das Unwetter vorüberzieht. Und das ist, bei meiner Treu, vielleicht die klügste Politik dieser Zeit.
Während die Königreiche Proklamation um Proklamation verfassen, um ihre Siege, ihre Niederlagen, ihre Verrätereien, ihre Grenzen und ihre Gegenverrätereien zu erzählen, wobei sie stets erklären, wie die letzte Katastrophe in Wahrheit längst vorhergesehen war, scheinen die deutschen Länder eine Lehre von seltener Reinheit angenommen zu haben: wer nicht von sich reden macht, dem kann man auch nichts vorwerfen.
Das ist, wahrlich, ein politisches Genie, das es zu besingen gilt. Man verliert keinen Krieg, wenn man keinen führt. Man stürzt keinen Thron, wenn man überhaupt nichts stürzt. Man verurteilt niemanden, wenn niemand auffällt. Und vor allem, o vor allem, sieht man seinen Namen niemals in den Gazetten geschwärzt.
Vielleicht war sogar die neue Grenzordnung aus eben diesem Stoff geschnitten: dass jede Provinz ihr Eigentum zurückerhält, dass jeder Präfekt seine Gebräuche wiederfindet, und dass der Reisende, bevor er den Fuß anderswo setzt, die Anschläge lesen möge wie man sein Schicksal liest.
So haben wir denn ein Reich, das, nachdem es wie ein Blatt im Winde der vergangenen Kriege geschüttelt wurde, die Tugenden der verschlossenen Tür entdeckt zu haben scheint. Und hinter dieser Tür, wie es scheint, regt sich keine Seele. Es liegt, in diesem Schweigen, etwas, das das Herz beinahe rührt. Während die anderen Provinzen sich in Prozessen, Proklamationen und heldenhaften Erzählungen überbieten, bieten die deutschsprachigen Lande dem, der sie zu betrachten wagt, ein Schauspiel von seltener Art: die Nachricht ohne Ereignis.
Man öffnet die Archive. Nichts. Man befragt die Räte. Nichts. Man lauscht an den Türen der Kanzleien. Nichts. Man wartet. Immer noch nichts.
Vielleicht hat sich gerade eben ein Provinzialrat versammelt, um mit großem Gepränge zu beschließen, nichts zu beschließen. Vielleicht hat ein Präfekt, mit zitternder Feder, einen prächtigen Bericht zu Papier gebracht, worin alles, wirklich alles, aufs Beste steht. Vielleicht poliert sogar ein Würdenträger des Reiches seit drei Wochen eine Rede, die verkünden wird, dass das Ausbleiben von Nachrichten selbst die beste aller Nachrichten sei.
Wir werden es, leider, niemals erfahren. Und gerade darin liegt der ganze Reiz der Sache. Denn in einer Welt, in der jeder danach brennt, sich mit Gewalt in die Geschichte einzuschreiben, haben die deutschsprachigen Lande des Reiches eine ganz andere Tür gewählt: die des Schweigens. Wenn die anderen großen Lärm machen, machen sie Gebiet. Wenn die anderen schreiben, verwalten sie. Wenn die anderen ankündigen, dass sie handeln werden, scheinen sie, ganz einfach, zu warten.
Und währenddessen hat man hier, in Straßburg, zumindest daran gedacht, daran zu erinnern, dass man, um die Grenzen des Reiches zu überschreiten, künftig die Augen zu den Anschlägen erheben muss. Das ist schon etwas. Und sonst ? Nichts. Doch aus kaiserlichem Nichts, geben wir es zu, muss man mitunter eine Meldung zu machen wissen, so wie man aus einem Schweigen die beredteste aller Antworten zieht.
19/09/1474Burggrafschaft von Nürnberg: FN vereinigt bei den Ratswahlen die absolute Mehrheit der Sitze auf sich.
AACHEN (AAP) - Die Liste Für Nürnberg liegt bei der Ratswahl in Burggrafschaft von Nürnberg an der Spitze und vereinigt die absoluten Mehrheit der Sitze auf sich. Sie kann daher allein regieren.
Verteilung der abgegebenen Stimmen:
1. "Für Nürnberg" (FN) : 100%
Die neue Verteilung der Sitze nach der Verhältniswahl führt zu einer Neuverteilung der Ratsämter:
Die Mitglieder des Rates werden innerhalb von zwei Tagen den neuen Regenten anerkennen. Dieser muss dann dem Kaiser des HRRDN und dem Deutschen König seine Reverenzen erweisen und die wichtigsten Ämter der Provinz besetzen.
19/09/1474Ducato di Modena - Al termine dell'elezione del Consiglio, MODENA ha ottenuto la maggioranza assoluta.
Ducato di Modena (KAP) - La lista Sempre più strano vederci insieme eh? è stata la più votata al termine dell'elezione e ha ottenuto la maggioranza assoluta dei posti nel Consiglio. Potrà quindi governare da sola.
Risultato dell'elezione:
1. "Sempre più strano vederci insieme eh?" (MODENA) : 100%
La ripartizione dei voti ha determinato la seguente composizione del Consiglio:
I membri del Consiglio riconosceranno il nuovo principe entro due giorni. Questi dovrà giurare fedeltà al sovrano e assegnare gli incarichi ai consiglieri.
19/09/1474Markgrafschaft von Baden: UB vereinigt bei den Ratswahlen die absolute Mehrheit der Sitze auf sich.
AACHEN (AAP) - Die Liste Unser Baden liegt bei der Ratswahl in Markgrafschaft von Baden an der Spitze und vereinigt die absoluten Mehrheit der Sitze auf sich. Sie kann daher allein regieren.
Verteilung der abgegebenen Stimmen:
1. "Unser Baden " (UB) : 100%
Die neue Verteilung der Sitze nach der Verhältniswahl führt zu einer Neuverteilung der Ratsämter:
Die Mitglieder des Rates werden innerhalb von zwei Tagen den neuen Regenten anerkennen. Dieser muss dann dem Kaiser des HRRDN und dem Deutschen König seine Reverenzen erweisen und die wichtigsten Ämter der Provinz besetzen.