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21/06/1474 Von den Erscheinungen des Reiches




Venedig (AAP) - Die Alten lehrten, dass öffentliche Unglücke, so schmerzlich sie auch sein mögen, bisweilen den Nutzen eines Arztes besitzen: Sie öffnen die Wunden, damit die Menschen endlich die tieferen Ursachen ihres Leidens erkennen können. So verhält es sich gegenwärtig mit den militärischen Rückschlägen des Heiligen Römischen Reiches.

Während in Italien und den östlichen Provinzen die Waffen sprechen, erlauben einige jüngst bekannt gewordene Schriftstücke einen Blick auf jene Vorgänge, die sich hinter den Vorhängen der Paläste und in den Gemächern abspielen, in denen die Geschicke des Reiches gelenkt werden. Und was dort sichtbar wird, verdient weniger Zorn als vielmehr nachdenkliche Betrachtung.

Ein erstes Dokument, das dem Heerführer Glamoran zugeschrieben wird, berichtet von den Beratungen, welche dem Feldzug gegen Venedig vorausgingen. Darin findet sich der Hinweis, dass neben den militärischen Vorhaben auch der Gedanke bestand, eine beträchtliche Zahl kaiserlicher Untertanen in der Lagunenstadt anzusiedeln, um dort schrittweise den Einfluss des Reiches zu festigen.

Es ist nicht Sache des Chronisten, über die Weisheit oder Torheit eines solchen Vorhabens zu urteilen. Gleichwohl darf man sich fragen, wie ein Krieg, der monatelang als notwendige Verteidigung gegen eine drohende Gefahr dargestellt wurde, zugleich als Gelegenheit zur Ausweitung der eigenen Macht erscheinen konnte. Die Fürsten wissen seit jeher, dass Völker Opfer eher ertragen, wenn sie glauben, ihre Heimat zu verteidigen, als wenn sie den Ehrgeiz ihrer Herren fördern sollen.

Noch bemerkenswerter erscheint die Angelegenheit um Jean de Brabant.

Viele waren der Überzeugung, seine Entfernung aus den Zentren der Macht sei eine notwendige Voraussetzung für die Befriedung der Beziehungen zwischen verschiedenen Mächten gewesen. Die nun bekannt gewordenen Gespräche jedoch lassen erkennen, dass er weiterhin an Beratungen teilnahm und bei Fragen von höchster Bedeutung für das Reich konsultiert wurde.

Ist dies ein Widerspruch? Ist es bloß politische Notwendigkeit? Darüber mögen die Leser selbst urteilen. Sicher ist jedoch, dass eine solche Lage den Eindruck entstehen lässt, als existierten bisweilen zwei Regierungen: jene, die öffentlich spricht, und jene, die im Verborgenen handelt.

Die Philosophen lehren uns, dass kein Gemeinwesen lange gedeihen kann, wenn Wort und Tat verschiedene Wege gehen. Vertrauen ist der Mörtel, der Staaten zusammenhält; beginnt er zu bröckeln, werden selbst die stärksten Mauern anfällig.

Was an den veröffentlichten Dokumenten besonders auffällt, ist weder die Anwesenheit einzelner Persönlichkeiten noch die Rivalität der Fraktionen. Menschen kommen und gehen; Institutionen bleiben bestehen. Doch gerade diese Schriftstücke scheinen ein Geflecht aus Gewohnheiten, Beziehungen und Einflüssen sichtbar zu machen, das Herrscherwechsel, Kriege und Krisen überdauert.

Von Generation zu Generation tauchen dieselben Namen in der Nähe der Entscheidungszentren auf, als seien die sichtbaren Regierungen manchmal nur der äußere Ausdruck einer tieferliegenden Ordnung.

Niemand kann mit Gewissheit bestimmen, wo politische Notwendigkeit endet und Eigeninteresse beginnt. Ebenso wenig kann jemand behaupten, ein großes Reich ohne erfahrene Ratgeber regieren zu können. Doch die Bürger haben das Recht zu wissen, nach welchen Grundsätzen sie regiert werden und durch wessen Hände jene Entscheidungen geformt werden, die ihr Schicksal bestimmen.

Gerade deshalb verdienen diese Enthüllungen mehr als eine flüchtige Kontroverse. Sie laden zu einer tieferen Betrachtung über das Wesen der Herrschaft selbst ein.

Denn die größte Gefahr für eine Republik, ein Königreich oder ein Reich geht nicht allein von den Heeren aus, die an seinen Grenzen lagern. Sie entsteht vielmehr dann, wenn die Regierten nicht mehr klar zwischen Wahrheit und den Worten unterscheiden können, die man an sie richtet.

Mauern lassen sich wieder errichten. Heere können neu aufgestellt werden. Verlorene Provinzen mögen eines Tages zurückgewonnen werden.

Doch wenn ein Volk das Vertrauen in die Worte seiner Regierenden verliert, dann ist diese Wunde schwerer zu heilen als jede, die der Krieg einem Staat zufügen kann.

Und deshalb lautet die eigentliche Frage unserer Zeit nicht, was sich hinter den verschlossenen Türen Straßburgs abgespielt hat, sondern was diese Enthüllungen über den gegenwärtigen Zustand des Reiches selbst offenbaren.

Zu lesen : Il sistema Impero: cosa si nasconde dietro la facciata


Hieronymus Rhenanus Für die KAP-Agentur der Länder in Mitte

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Cours

Product Price Variation
Loaf of bread 4.72 -0.01
Fruit 7.75 -0.02
Bag of corn 2.85 0.05
Bottle of milk 8.35 0
Fish 17.79 0.01
Piece of meat 16.76 0.48
Bag of wheat 10.54 0.12
Bag of flour 11.42 -0.51
Hundredweight of cow 30.34 0.02
Ton of stone 9.01 0.01
Half-hundredweight of pig 15.13 0.06
Ball of wool 10.26 -0.01
Hide 15.64 0
Coat 86.88 0
Vegetable 8.74 0
Wood bushel 4.14 0.28
Small ladder 21.14 0
Large ladder 65.07 0
Oar 20.22 0
Hull 37.84 0
Shaft 7.53 0.01
Boat 103.18 -0.47
Stone 10.15 -0.8
Axe 148.85 -0.04
Ploughshare 41.88 0
Hoe N/A N/A
Ounce of iron ore 7.94 -0.17
Unhooped bucket 24.66 0.01
Bucket 41.41 -0.07
Knife 15.86 0
Ounce of steel 42.41 0
Unforged axe blade 66.12 0
Axe blade 130.41 0
Blunted axe 119.87 0.07
Hat 52.32 0
Man's shirt 113.21 0
Woman's shirt 120.25 0.01
Waistcoat 142.5 0
Pair of trousers 78.21 0.01
Mantle 257.65 0
Dress 290.38 -0
Man's hose 39.94 0
Woman's hose 50.58 0.01
Pair of shoes 27.35 -0.01
Pair of boots 86.3 0.16
Belt 42.9 0
Barrel 10.61 -0
Pint of beer 0.73 0.01
Barrel of beer 85.95 -0
Bottle of wine 1 0
Barrel of wine N/A N/A
Bag of hops 19.59 0
Bag of malt 20 0
Sword blade 101.19 0
Unsharpened sword 120.13 0
Sword 164.41 -0
Shield 64.98 -0
Playing cards 96.61 0.14
Cloak 183.12 0
Collar 72.23 0.06
Skirt 136.11 0
Tunic 246.42 0
Overalls 124.99 0
Corset 135.72 0
Rope belt 53.44 -0.28
Headscarf 61.86 -0
Helmet 162.32 0
Toque 65.62 0
Headdress 82.18 0
Poulaine 66.28 0
Cod 19.93 0
Conger eel 23.48 0
Sea bream 26.8 0
Herring 10.73 0
Whiting 22.25 0
Skate 18.37 0
Sole 11.24 0
Tuna 27.25 0
Turbot 24.48 0
Red mullet 23.22 0
Mullet 16.46 0
Scorpionfish N/A N/A
Salmon 13.1 0
Arctic char N/A N/A
Grayling 23.26 0
Pike 21.99 0
Catfish N/A N/A
Eel 23.03 0
Carp 23.27 0
Gudgeon 21.63 0
Trout 18.01 0
Pound of olives 13.98 0
Pound of grapes 9.31 0
Sack of barley 11 0
Half-hundred weight of goat carcasses 18.44 0
Bottle of goat's milk 10.77 0
Tapestry 169.95 0.01
Bottle of olive oil 140.86 -0.05
Jar of agave nectar N/A N/A
Bushel of salt 11.08 0
Bar of clay 1.7 0
Cask of Scotch whisky 171.91 0.57
Cask of Irish whiskey 167.2 -0.21
Bottle of ewe's milk 15.4 0
Majolica vase N/A N/A
Porcelain plate N/A N/A
Ceramic tile N/A N/A
Parma ham 94.52 -0.03
Bayonne ham 99.55 0
Iberian ham 73.16 0
Black Forest ham 71.81 0.04
Barrel of cider 81.7 0
Bourgogne wine 88.93 0.01
Bordeaux wine 66.21 -6.25
Champagne wine 125.65 0.02
Toscana wine 74.3 0
Barrel of porto wine 157.58 0
Barrel of Tokaji 148.91 0
Rioja wine 146.39 0
Barrel of Retsina 81.33 0
Pot of yoghurt 106.67 0
Cow's milk cheese 64.17 -0
Goat's milk cheese 143.89 0
Ewe's milk cheese 67.97 0
Anjou wine 87.49 -2.03
Ewe carcass 24.1 0
Mast 457.69 0
Small sail 191.29 0.16
Large sail 886.63 0
Tumbler of pulque N/A N/A
Jar of pulque N/A N/A